Hamburg zeigt, wie sich C-ITS-Daten besser nutzen lassen

10 Sep. 2026

[Projekt]

Ein Proof of Concept (PoC) in Hamburg zeigt, wie TLEX® dazu beitragen kann, vorhandene Echtzeit-Verkehrssignaldaten besser zu nutzen

Die Stadt Hamburg wollte genauer untersuchen, welche Möglichkeiten die bereits verfügbaren C-ITS-Daten bieten.

 

Anhand von Echtzeit-SPaT-Daten aus den Hamburger Lichtsignalanlagen zeigte Monotch, wie TLEX diese Daten austauschen, interpretieren und visualisieren kann. Gleichzeitig wurde deutlich, wie sich mit derselben Technologie weitere Use-Cases in größerem Maßstab umsetzen lassen.

An dem Projekt waren die Stadt Hamburg, die Hamburg University of Applied Sciences (HAW Hamburg), Yunex Traffic, TraffGo Road und Monotch beteiligt. Im Rahmen eines Forschungsprogramms nutzte die HAW Hamburg Verkehrssignaldaten, um Informationen aus verschiedenen Quellen zu vergleichen und die dahinterliegenden Daten besser zu verstehen.

Für Hamburg bot das Projekt eine praktische Möglichkeit zu ermitteln, welchen Mehrwert TLEX für die bestehende Connected-Mobility-Umgebung der Stadt bieten kann.

Nils Gayer, Project Lead – Stadt Hamburg

„Uns hat besonders beeindruckt, wie unkompliziert sich Systeme anbinden und Daten austauschen ließen – bei gleichzeitig sehr geringer Latenz. Der PoC hat gezeigt, wie reibungslos der Echtzeit-Datenaustausch in der Praxis funktionieren kann. Dadurch haben wir ein klareres Bild davon erhalten, welches Potenzial diese Technologie für Connected Mobility in Hamburg bietet.“

Was sich mit vorhandenen Daten erreichen lässt

Die Lichtsignalanlagen in Hamburg erzeugen bereits Signal-Phase-and-Timing-Daten (SPaT). Im Mittelpunkt des Projekts stand daher nicht die Erzeugung neuer Daten, sondern die Frage, wie sich die bereits vorhandenen Daten noch besser nutzen lassen.

Monotch verband TLEX mit der von Yunex Traffic bereitgestellten SPaT-Cloud. Anschließend nutzte das Team die Daten, um verschiedene Funktionen von TLEX zu demonstrieren. Dazu gehörten der Echtzeit-Datenaustausch, ein Dashboard und eine Demo-Anwendung.

Darüber hinaus zeigte der PoC, wie TLEX Informationen wie Time-to-Red und Time-to-Green für den Datenaustausch und die Visualisierung bereitstellen kann.

Standards helfen – lokale Unterschiede bleiben

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Projekt war, dass die Nutzung desselben Standards nicht automatisch bedeutet, dass Systeme auch auf dieselbe Weise funktionieren.

Die bestehende Systemlandschaft in Hamburg basierte auf früheren technischen Entscheidungen und lokalen Implementierungen. Während der Integration musste das Monotch-Team daher zunächst nachvollziehen, wie Hamburg seine MAP-Daten strukturiert und seine SPaT-Daten codiert.

Diese Herausforderung ist im Bereich Connected Mobility bekannt. Standards sind unverzichtbar, ihre praktische Umsetzung kann jedoch unterschiedlich ausfallen. Die eingesetzte Technologie muss diese Unterschiede überbrücken können, damit Systeme zuverlässig miteinander kommunizieren.

Lokales Know-how trifft auf TLEX

TraffGo Road brachte seine Kenntnisse des lokalen Marktes ins Projekt ein, koordinierte die verschiedenen Beteiligten und identifizierte im Projektverlauf zusätzliche Möglichkeiten.

Monotch stellte TLEX sowie seine Erfahrung mit Echtzeit-Datenaustausch und Interoperabilität bereit. Gemeinsam zeigten die Teams, wie sich die Technologie in die bestehende Infrastruktur und Datenumgebung Hamburgs integrieren lässt.

Joachim Wahle, Managing Director – TraffGo Road

„Connected Mobility funktioniert nur, wenn die Technologie zu den Bedingungen vor Ort passt. Durch die Kombination unserer Kenntnisse des deutschen Marktes mit der TLEX-Technologie von Monotch konnten wir Hamburg zeigen, was bereits heute mit den verfügbaren C-ITS-Daten möglich ist.“

Das Potenzial für Connected Mobility sichtbar machen

Der PoC verwandelte einen bereits vorhandenen Echtzeit-Datenstrom in etwas, das Hamburg praktisch betrachten und bewerten konnte.

TLEX zeigte, dass die Plattform verschiedene Akteure miteinander verbinden, lokale Unterschiede in standardisierten Daten verarbeiten und Echtzeit-Verkehrssignaldaten für Anwendungen bereitstellen kann. Das Dashboard und die Demo-Anwendung machten diese Möglichkeiten deutlich anschaulicher als eine rein technische Architektur.

Genau darin lag der besondere Mehrwert für Hamburg: Das Projekt zeigte, wie vorhandene C-ITS-Daten mehrere Anwendungsfälle unterstützen können, ohne dass dafür zunächst eine vollständig neue Datenumgebung geschaffen werden muss.

Nicolas Mercier, Deployment Manager – Monotch

„Das Spannende daran ist, dass die Daten bereits vorhanden sind. TLEX hilft dabei, diese Daten systemübergreifend nutzbar zu machen, und zeigt, wie ein einziger Echtzeit-Datenstrom mehrere Connected Mobility Use-Cases unterstützen kann.“