Ländervernetzte Mobilitätsdaten funktionieren in der Praxis
29 Apr. 2026[Pressemitteilung]
Mobilidata im Mittelpunkt einer Live-Demonstration
Auf dem 5GAA-Event in Göteborg am Donnerstag, den 23. April, haben die nationalen Straßenbehörden AWV (Flandern), Vegvesen (Norwegen) und Trafikverket (Schweden) eine länderübergreifende Föderation von Datenaustauschsystemen demonstriert. Die Daten wurden in Echtzeit verarbeitet und direkt in den Fahrzeugen von BMW visualisiert.
Die Demonstration wurde von RISE, Monotch und Bosch in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Straßenbehörden und BMW realisiert.
Für diese Demonstration wurden die Produktivumgebungen von AWV (Mobilidata) und Vegvesen über ein Netzwerk von Datenaustauschsystemen miteinander verbunden, ergänzt durch den Pilot-Interchange von Trafikverket. Die Föderation basiert auf der C-Roads-II-Schnittstelle, wobei Monotch die zentralen Föderationskomponenten bereitgestellt hat.
Im Fokus der Demonstration standen sicherheitsrelevante Verkehrsdaten, insbesondere Meldungen zu Straßenarbeiten. Gezeigt wurde, wie diese Informationen effizient zwischen Ländern ausgetauscht werden können und direkt in vernetzten Fahrzeugen verfügbar sind.
Das ist entscheidend, da sich der Verkehr täglich über Landesgrenzen hinwegbewegt, während Straßenarbeiten und damit verbundene Gefahren stets lokal auftreten.
Reinhard Jurk, Senior Expert Automotive Cloud bei BMW, erklärt:
„Innerhalb einer standardisierten Umgebung wie Mobilidata konnten unsere Fahrzeuge Warnungen zu Straßenarbeiten problemlos über föderierte Plattformen empfangen. Dadurch ließ sich die Anbindung schnell und mit geringem Integrationsaufwand realisieren.“
Die Demonstration in Göteborg unterstreicht eine grundlegende Entwicklung: Vernetzte Mobilität entfaltet ihr volles Potenzial erst, wenn öffentliche Infrastruktur und private Innovation in Echtzeit zusammenwirken. Ländervernetzte Interoperabilität ist damit keine Zukunftsvision mehr, sondern bereits gelebte Praxis.
Wim Vandenberghe, Experte für C-ITS und CCAM, Agentschap Wegen en Verkeer ergänzt: „Diese Demonstration zeigt, dass Investitionen in digitale Infrastruktur über nationale Anwendungen hinauswirken. Durch die Föderation mit anderen Ländern stellen wir sicher, dass sicherheitsrelevante Informationen für Verkehrsteilnehmer auch über Landesgrenzen hinweg verfügbar bleiben.“