BMW und Monotch fordern ein Umdenken bei kooperativen Verkehrssysteme

10 März 2026

[Pressemitteilung]

Eine richtungsweisende Diskussion für die Mobilitätsbranche

Amsterdam, 10. März 2026 – BMW und Monotch geben heute die Veröffentlichung ihres gemeinsamen Whitepapers „Paradigmenneutralität versus Technologieneutralität – ein neuer Blick auf alte Annahmen“ bekannt. Darin argumentieren die Autoren, dass die derzeitigen Modelle zur Einführung kooperativer intelligenter Verkehrssysteme (C-ITS) in den nächsten zehn Jahren nur begrenzt Wirkung zeigen werden, wenn der Sektor seinen Ansatz nicht grundlegend überdenkt.

BMW und Monotch stellen das Whitepaper am 10. März auf der Intertraffic Amsterdam in einer gemeinsamen Session mit dem Titel „Re-inventing C-ITS: Paradigm Neutrality vs. Technology Neutrality“ vor. Das vollständige Papier wird am Nachmittag im Anschluss an die Präsentation veröffentlicht.

In den vergangenen zwanzig Jahren haben Politik und Industrie zahlreiche Initiativen auf den Weg gebracht, Standards definiert und erheblich in C‑ITS investiert. Dennoch bleibt die Einführung fragmentiert und die Wirkung auf Systemebene begrenzt. Laut den Autoren liegt dies weniger an technologischen Defiziten als an der bisherigen Umsetzungspraxis.

Das Whitepaper zeigt, dass die gängige Auslegung des Prinzips der Technologieneutralität in politischen und investitionsbezogenen Rahmenwerken häufig zu einer impliziten Festlegung auf bestimmte Kommunikationsmodelle führt. Dies verlangsamt eine skalierbare Umsetzung und begrenzt den Mehrwert für das Mobilitätsökosystem insgesamt.

Statt das Konzept kooperativer Mobilität infrage zu stellen, führen BMW und Monotch den Ansatz der Paradigmenneutralität ein. Ausgangspunkt sind klar definierte Ziele – mehr Verkehrssicherheit, effizienterer Verkehrsfluss und eine bessere Nutzererfahrung. Auf dieser Basis kann jeweils die effektivste Kombination aus backendbasierter Datenintegration, Sensorintelligenz und direkter Kommunikationstechnologie gewählt werden. Der Fokus verschiebt sich damit von der Verteidigung technischer Lehrmeinungen hin zu messbaren Ergebnissen auf Systemebene.

„C-ITS leidet nicht an fehlender Innovation“, sagt Menno Malta, CEO und Gründer von Monotch. „Das eigentliche Problem ist ein Implementierungsmodell, das technologische Abstimmung über messbare Wirkung stellt. Wenn wir in diesem Jahrzehnt echte Fortschritte erzielen wollen, müssen wir zuerst die gewünschten Ergebnisse und den Mehrwert für die Nutzenden in den Mittelpunkt stellen. Paradigmenneutralität ermöglicht pragmatische Architekturentscheidungen, ohne das Ökosystem auf einen einzigen technologischen Weg festzulegen.“

„Fahrzeugplattformen werden global eingesetzt und haben lange Lebenszyklen“, sagt Reinhard Jurk, Senior Expert Automotive Cloud bei BMW. „Ein paradigmenneutraler Ansatz erhält Interoperabilität und Innovationsfreiheit und ermöglicht gleichzeitig, dass kooperative Dienste schon heute konkrete Vorteile liefern.“ Infrastruktur, Fahrzeuge und Cloud-Intelligenz können so entlang gemeinsamer Ziele zusammenarbeiten, statt sich an vorab festgelegten technischen Modellen auszurichten.“

Durch die Verbindung von Infrastruktur- und Fahrzeugperspektiven bringen die Autoren eine über das gesamte Mobilitätsökosystem reichende Perspektive in die europäische und internationale Fachdiskussion ein. Das Whitepaper versteht sich als pragmatische Grundlage, um die Einführung von C-ITS zu beschleunigen und gleichzeitig langfristige Flexibilität zu erhalten.

Die Präsentation des Whitepapers findet am Dienstag, 10. März, von 15:30 bis 16:00 Uhr im Summit Theatre 3 auf der Intertraffic Amsterdam statt. Die Session schließt mit einer offenen Fragerunde ab. Das vollständige Whitepaper wird im Anschluss an die Präsentation am Nachmittag veröffentlicht.

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Monotch ist das Unternehmen hinter TLEX® – der Echtzeit-Datenplattform, die Straßeninfrastruktur, Verkehrsteilnehmer, Anwendungen, KI-Modelle und Datenaustauschnetzwerke miteinander verbindet. TLEX bildet die bewährte Grundlage für vernetzte Mobilität und digitale Verkehrsinfrastruktur und ermöglicht Interoperabilität sowie Zusammenarbeit in Echtzeit im gesamten Mobilitätsökosystem. Seit der Gründung im Jahr 2015 hat sich Monotch zu einem internationalen Akteur im Bereich Smart Mobility entwickelt. Unsere Technologie ermöglicht skalierbare, sichere und zukunftsfähige Mobilitätslösungen für öffentliche und private Partner weltweit.